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Deutschland und Kosovo

09.06.2017 - Artikel

Am 17. Februar 2008 erklärte Kosovo nach jahrelangen, aber letztlich erfolglosen Verhandlungen zwischen Serbien und Kosovo-Albanern über den endgültigen Status seine Unabhängigkeit. Am 20. Februar stimmte das Bundeskabinett der völkerrechtlichen Anerkennung der Republik Kosovo sowie der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu, das Deutsche Verbindungsbüro in Pristina wurde in eine Botschaft aufgewertet.

Als Kontaktgruppenmitglied hat sich Deutschland in den vergangenen Jahren in ganz besonderem Maße für eine dauerhafte, friedliche und stabile Lösung der Kosovo-Statusfrage engagiert. Deutschland hat seit 1999 maßgeblich zum Aufbau demokratischer, rechtsstaatlicher Institutionen und zivilgesellschaftlicher Strukturen, zum Wiederaufbau von Infrastruktur und zur wirtschaftlichen Entwicklung in Kosovo beigetragen - vor allem im Rahmen des "Stabilitätspaktes für Südosteuropa". Die deutsche Bundeswehr ist nach wie vor einer der größten Truppensteller der KFOR.

Die Perspektive eines EU-Beitritts ist grundlegend für nachhaltigen Frieden und Stabilität in Kosovo und in der Region. Am 1. April 2016 ist das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen Kosovo und der EU in Kraft getreten.
Deutschland beteiligt sich maßgeblich an der EU-Rechtsstaatsmission EULEX.

Gerade für junge Menschen ist es wichtig, Europa "von Nahem" zu erleben. Daher vergibt Deutschland über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) jährlich Stipendien für Studienaufenthalte in Deutschland, ermöglicht kosovarischen Journalisten die Teilnahme an Themenreisen nach Deutschland und fördert wirtschaftliche und kulturelle Kooperation.

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