Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Politisches Porträt

08.04.2026 - Artikel

Die Republik Kosovo ist der jüngste Staat Europas und multiethnisch geprägt.

Die am 15. Juni 2008 in Kraft getretene Verfassung sieht eine parlamentarische Demokratie mit Gewaltenteilung vor. Die politische Macht konzentriert sich beim Ministerpräsidenten. Die Verfassung garantiert einen umfassenden Schutz der anerkannten Minderheiten. Im Parlament stehen ihnen 20 von 120 Sitzen und in der Regierung mindestens zwei Ministerposten zu.

Die Republik Kosovo ist international von über 120 Staaten anerkannt, darunter Deutschland. Nicht darunter ist Serbien. Das ungeklärte Verhältnis zu Serbien behindert die Annäherung Kosovos an EU und NATO. Seit 2011 vermittelt die EU im sogenannten Normalisierungsdialog, durch den wichtige Vereinbarungen erreicht werden konnten. Im Juli 2020 wurde mit Miroslav Lajčák erstmals ein EU-Sonderbeauftragter für den Dialog ernannt. Am 01.02.2025 trat Peter Sørensen seine Nachfolge an. Ziel des Dialogs ist ein umfassendes Abkommen, das zu einer nachhaltigen Normalisierung der Beziehungen beider Länder führt und die regionale Stabilität fördert.

In Kosovo sind verschiedene internationale Missionen aktiv. Die deutsche Beteiligung an der NATO-Mission KFOR stellt mit einem Kontingent von fast 300 Soldatinnen und Soldaten den derzeit größten Auslandseinsatz der Bundeswehr dar. Darüber hinaus unterstützt Deutschland die EU-Rechtsstaatlichkeitsmission (EULEX) sowie die OSZE-Mission (OMiK), auch in der VN-Mission (UNMIK) ist deutsches Personal tätig.

Weitere Informationen

nach oben