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Legalisation kosovarischer Personenstandsurkunden

Diverse Stempel an einer Halterung

Beglaubigung, © Photothek.de

10.10.2019 - Artikel

Ausländische öffentliche Urkunden, wie z.B. Heiratsurkunden oder Vollmachten, werden von deutschen Behörden nicht immer ohne weiteres akzeptiert. Um in Deutschland anerkannt zu werden, muss in diesen Fällen die Echtheit einer Urkunde bzw. ihr Beweiswert entweder durch Aufbringen einer Apostille oder durch Legalisation festgestellt werden.

Kosovo ist dem internationalen Apostilleabkommen nicht beigetreten. Daher können Urkunden aus dem Kosovo nicht mit einer Apostille versehen werden. In einigen Fällen besteht jedoch die Möglichkeit, Personenstandsurkunden durch die deutsche Botschaft in Pristina legalisieren zu lassen:

Nur Personenstandsurkunden, die sich auf standesamtliche Ereignisse (d.h. Geburt, Heirat, Todesfall) nach dem 18.02.2013 (Einführung des zentralen Personenstandsregisters der Republik Kosovo) beziehen, können legalisiert werden. Das Datum der Ausstellung der Urkunde ist dabei unerheblich. Für andere öffentliche Urkunden aus der Republik Kosovo sind die Voraussetzungen für die Legalisation derzeit nicht gegeben. Dies betrifft auch von kosovarischen Notaren ausgefertigte Urkunden sowie offizielle Bescheinigungen wie z.B. Familienstands-, Wohnsitz- Staatsagehörigkeits- oder Archivbescheinigungen. Diese Dokumente sowie alle vor dem o.g. Datum ausgestellten Personenstandsurkunden werden daher mit Billigung des Auswärtigen Amtes grundsätzlich nicht legalisiert. Erforderlichenfalls kann in einigen Fällen auf Anforderung einer deutschen Behörde eine Urkundenüberprüfung durchgeführt werden.

Voraussetzung für die abschließende Legalisation einer Urkunde durch die Botschaft ist in jedem Fall die Vorbeglaubigung durch das kosovarische Innenministerium:

Ministry of Internal Affairs
Civil Registration Agency
Rruga: „Luan Haradinaj“ p.n.
10000 Prishtinë, Republika e Kosovës

Zyra për Komunikim Publik / Public Relations Office
Tel: + 381 (0)38 200 19 545
E-Mail: zip-mpb@rks-gov.net

Korrespondenzsprachen sind Albanisch, Serbisch und Englisch.

Die mit dem Vorbeglaubigungsvermerk des Kosovarischen Innenministeriums versehene Original-Urkunde kann durch die deutsche Botschaft in Pristina legalisiert werden. Soll ein Auszug aus dem zentralen Personenstandsregister legalisiert werden, ist zwingend eine Geburtsurkunde beizufügen. Eine Übersetzung der Urkunde in die deutsche Sprache ist nicht erforderlich.

Die zu legalisierende Urkunde muss nach vorheriger Terminvereinbarung bei der Botschaft eingereicht werden. Die Gebühr für die Legalisation beträgt 25 Euro pro Personenstandsurkunde. 

Der Urkundeninhaber muss nicht persönlich vorsprechen (bspw. wenn sich dieser in Deutschland aufhält). Wird die Urkunde durch eine andere Person als den Urkundeninhabers oder dessen Eltern vorgelegt, muss die bevollmächtigte Person eine vom Urkundeninhaber unterschriebenen Vollmacht sowie eine Fotokopie von Reisepasses, Personalausweis oder Identitätskarte des Urkundeninhabers vorlegen.

Hinweis: Heiratsurkunden zu Ehen, die zwischenzeitlich aufgelöst wurden, werden vom Innenministerium regelmäßig nicht vorbeglaubigt und können daher auch nicht legalisiert werden.

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