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Unterschriftsbeglaubigung

Auf einem orangefarbenen Papier liegt ein Füller.

Erbrecht und Nachlassangelegenheiten, © Colourbox

06.01.2020 - Artikel

Sie sollen vor einem Konsularbeamten einer deutschen Auslandsvertretung ein Dokument unterschreiben?
Das deutsche Recht kennt grundsätzlich zwei verschiedene Formen bei der Erstellung öffentlicher Urkunden: Die Form der Unterschriftsbeglaubigung und die Form der notariellen Beurkundung. Bei beiden Formen erfolgt die Unterzeichnung eines Dokuments. Gesetzgeber und Rechtsprechung legen fest, in welchem Fall welche Form erforderlich ist.

Die Unterschriftsbeglaubigung ist die „einfachere“ Form. Mit der Unterschriftsbeglaubigung bestätigt der Notar bzw. Konsularbeamte, dass die genannte Person das Dokument vor ihm unterzeichnet hat. In den allermeisten Fällen ist die Unterschriftsbeglaubigung ausreichend.

Die Unterschrift muss persönlich vor dem zuständigen Konsularbeamten geleistet oder vor ihm anerkannt werden.
Eine Belehrung über die rechtliche Bedeutung des zu unterzeichnenden Dokuments erfolgt dabei nicht. Die Auslandsvertretung kann dazu weder Übersetzungen anfertigen noch ad hoc eine mündliche Übersetzung der vorgelegten Erklärung in eine Fremdsprache vornehmen.

Beispiele für Unterschriftsbeglaubigungen:

  • Genehmigungserklärung: Erklärung, mit der eine Person, die beim Abschluss eines Vertrags in Deutschland vertreten wurde, den Vertrag im Nachhinein genehmigt
  • Vollmachten, mit denen sich der Vollmachtgeber nicht unwiderruflich bindet
  • Anträge für Eintragungen in ein deutsches Handelsregister
  • Beantragung eines Führungszeugnisses
  • Erklärung zur Ausschlagung einer Erbschaft

Für die Unterschriftsbeglaubigung legen Sie bitte die folgenden Unterlagen vor:

  • die zu unterzeichnende Erklärung,
  • Nachweis über den Wert des zugrunde liegenden Geschäfts: Bei Genehmigungserklärungen ist dies eine Kopie des zu genehmigenden Vertrags, bei Handelsregistereinträgen Kopien der entsprechenden Beschlüsse der Gesellschaft oder der notariellen Gründungsurkunde,
  • Ihren gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Für die Berechnung der Gebühr ist der Wert des Rechtsgeschäfts maßgebend, auf den sich die Amtshandlung bezieht (bei Immobiliengeschäften z. B. der Kaufpreis, bei Kapitalgesellschaften das Grundkapital). Die Gebühr beträgt mindestens 20,00 Euro und höchstens 250,00 Euro.

Wenn Sie eine Unterschriftsbeglaubigung benötigen vereinbaren Sie bitte einen Termin über das Terminportal der BotschaftTerminbuchung.

Weitere Informationen / Merkblätter zum Ausdrucken:

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