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Berufskraftfahrer im Güter- und Personenverkehr

Camião na autoestrada

Camião na autoestrada, © Colourbox.de

20.02.2024 - Artikel


Wer kann als Berufskraftfahrer in Deutschland arbeiten?

Wenn Sie einen Führerschein der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE für den Güterkraftverkehr und/oder Personenverkehr besitzen, können Sie ggf. als Berufskraftfahrer in Deutschland arbeiten.

Für die Einreise nach Deutschland zur Aufnahme einer Beschäftigung ist ein nationales Visum notwendig, das bei der deutschen Botschaft zu beantragen ist.

Personen ohne ausreichende und in Deutschland anerkannte berufliche Qualifikation können kein Visum als Fachkraft beantragen.

Voraussetzung: EU/EWR-Fahrerlaubnis und Grundqualifikation

Voraussetzung für die Beschäftigung als Berufskraftfahrer im Güter- oder Personenverkehr in Deutschland gemäß § 24a der Beschäftigungsverordnung (BeschV) ist

  • der Besitz einer entsprechenden EU/EWR-Fahrerlaubnis
    und
  • die Grundqualifikation nach der Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15.07.2003 bzw. Grundqualifikation gem. § 2 Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) und/oder Weiterbildung gem. § 5 BKrFQG.

Sollten Sie bereits eine EU/EWR Fahrerlaubnis sowie die notwendige Grundqualifikation besitzen, können Sie gem. § 24a Abs. 1 BeschV ein Visum zur Arbeitsaufnahme als Berufskraftfahrer beantragen (Alternative 1).

Wenn Sie noch nicht über eine EU/EWR-Fahrerlaubnis und/oder die notwendige Grundqualifikation verfügen, können Sie ggf. gem. § 24a Abs. 2 BeschV ein Visum zur Durchführung einer entsprechenden Qualifizierungsmaßnahme bei einem deutschen Arbeitgeber beantragen (Alternative 2).

Terminvereinbarung für den Visumsantrag

Bitte stellen Sie zunächst alle Unterlagen für den Visumsantrag zusammen und senden Sie diese per Mailscan an visa@pris.diplo.de . Nach Eingang der vollständigen Unterlagen wird in der Regel innerhalb weniger Wochen ein Termin zur persönlichen Vorsprache vergeben. Ggf. erhalten Sie innerhalb von ein bis zwei Wochen nach Ihrer ersten Mail zunächst eine E-Mail-Antwort an Ihre Mailadresse mit der Bitte, weitere Unterlagen per E-Mail zu übersenden. Bitte überprüfen Sie daher regelmäßig Ihr E-Mail-Postfach.

Persönliche Antragstellung: Erforderliche Unterlagen

Bitte füllen Sie einen Visumsantrag am Computer aus, drucken diesen aus und bringen den Ausdruck zu Ihrem Termin in der Botschaft mit.

Am Tag der persönlichen Vorsprache in der Visastelle benötigen wir außerdem folgende Unterlagen von Ihnen:

Bitte beachten Sie: Alle Dokumente müssen ins Deutsche übersetzt, im Original und mit einer Kopie ( keine Farbkopien ) vorgelegt werden und die Unterlagen dürfen nicht getackert sein!

  • 2 biometriefähige Passfotos (nicht älter als sechs Monate)
  • Reisepass (mindestens neun Monate gültig)
  • Visumsgebühr in Höhe von 75 EUR in bar
  • Wohnsitzbescheinigung (nicht älter als sechs Monate)
  • Reisekrankenversicherung (INCOMING):
    • gültig für bis zu 6 Monate innerhalb eines Jahres
    • gültig ab Datum der Antragstellung
  • Ausgedruckte und unterschriebene Belehrung zur Vollständigkeit der Unterlagen und Falschangaben im Visumverfahren
  • für Antragsteller ab 45 Jahren: Nachweis über ausreichende Altersversorgung:

    • Der Nachweis ist zu erbringen durch:

      • Gehaltsnachweis (in Höhe von 55 Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung, siehe Gehaltsgrenzen) oder

      • angemessene Altersvorsorge

        • Nachweis über bereits erworbene Ansprüche aus privaten Renten- bzw. Lebensversicherungen oder

        • Immobiliennachweise durch Katasterauszug und den letzten Steuerbescheid für die Immobilie oder

        • sonstiges Vermögen

Zusätzlich müssen Sie je nach der für Sie zutreffenden Situation (s.o.) folgende Unterlagen vorlegen

Alternative 1:
Sie verfügen bereits die erforderliche (Grund-)Qualifikation und über eine entsprechende EU/EWR-Fahrerlaubnis:

  • Ihren EU- oder EWR-Führerschein der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE

  • Ihren Arbeitsvertrag im Original, vom Arbeitgeber und Ihnen unterschrieben
  • Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis, nicht älter als 6 Monate, vom Arbeitgeber vollständig ausgefüllt und unterschrieben
  • Zusatzblatt „C“ zur Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis im Original, vom Arbeitgeber vollständig ausgefüllt und unterschrieben.
    In dieser Erklärung bestätig Ihr Arbeitgeber, welchen Führerschein Sie haben, über welche Grundqualifikation Sie verfügen und wie der weitere Weg bis zu Ihrem Einsatz im gewerblichen Güterverkehr aussehen wird.
    Das Zusatzblatt C finden Sie hier.
    Erklärungen zum Ausfüllen des Zusatzblattes C finden Sie hier
  • Ihren Lebenslauf im Original, von Ihnen unterschrieben


Alternative 2:
Wenn
Sie in Deutschland noch weitere Schulungen bis zum Erwerb eines gültigen Führerscheins und/oder der Grundqualifikation benötigen und bis zur Aufnahme Ihrer Arbeit als Berufskraftfahrer einer anderen Beschäftigung nachgehen müssen, legen Sie bitte auch für diese Tätigkeit vor:

  • Ihren Führerschein der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE
  • den Arbeitsvertrag, im Original, vom Arbeitgeber und Ihnen unterschrieben
  • eine Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis für eine anderweitige Beschäftigung während der Qualifizierungsmaßnahme bzw. Umschreibung der Fahrerlaubnis (nicht älter als 6 Monate, im Original): vom Arbeitgeber komplett (jeden Punkt) ausgefüllt und unterschrieben. Unter Nr. 7.4. der Erklärung muss der Arbeitgeber bestätigen, dass der Arbeitsvertrag eine Verpflichtung zur Teilnahme an Maßnahmen zur Erlangung der Voraussetzungen enthält, die für die Berufsausübung als Berufskraftfahrerin oder Berufskraftfahrer im Güterkraftverkehr oder im Personenverkehr mit Kraftomnibussen erforderlich sind und dass die Arbeitsbedingungen für die Zeit der Maßnahmen so ausgestaltet sind, dass die erforderliche Fahrerlaubnis und die Qualifikationen einschließlich der Ausstellung der erforderlichen Dokumente innerhalb von 15 Monaten erlangt werden.

    Dem Arbeitgeber wird empfohlen, vor Vertragsabschluss das orts- und branchenübliche Lohnniveau bei der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland zu erfragen.

  • eine Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis im Original für die Beschäftigung nach Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme bzw. Erhalt der deutschen Fahrerlaubnis (nicht älter als 6 Monate, im Original): vom Arbeitgeber komplett (jeden Punkt) ausgefüllt und unterschrieben.

    Dem Arbeitgeber wird empfohlen, vor Vertragsabschluss das orts- und branchenübliche Lohnniveau bei der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland zu erfragen.

  • Zusatzblatt „C“ zur Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis im Original, vom Arbeitgeber vollständig ausgefüllt und unterschrieben.
    In dieser Erklärung bestätigt Ihr Arbeitgeber, welchen Führerschein Sie haben, über welche Grundqualifikation Sie verfügen und wie der weitere Weg bis zu Ihrem Einsatz im gewerblichen Güterverkehr aussehen wird.
    Das Zusatzblatt C finden Sie hier.
    Erklärungen zum Ausfüllen des Zusatzblattes C finden Sie hier
  • Ihren Lebenslauf im Original, von Ihnen unterschrieben
  • die Anmeldebestätigung des Maßnahmeträgers für die Teilnahme an dem/den Kurs(en) beziehungsweise Prüfungen zum Erwerb der deutschen Fahrerlaubnis und/oder der Grundqualifikation/ beschleunigten Grundqualifikation und/oder bei Besitzstand nach § 4 BKrFQG zur Weiterbildung oder der Ausbildungsvertrag mit einer Fahrschule in Deutschland
  • ggfs. die Anmeldebestätigung des Sprachkursanbieters


Bitte beachten Sie: Über die aufgeführten Dokumente hinaus können je nach Einzelfall weitere Unterlagen erforderlich werden. Geben Sie bitte unbedingt eine private Email Adresse an, unter der Sie während des gesamten Antragsverfahrens erreichbar sind.


Bearbeitungszeit nach persönlicher Abgabe des Antrags

Die Bearbeitungszeiten sind sehr unterschiedlich, da im Laufe des Verfahrens innerdeutsche Behörden beteiligt werden müssen, auf deren Bearbeitungszeiten die Botschaft keinen Einfluss hat. Erst nach Eingang der Rückmeldungen aus Deutschland kann die abschließende Prüfung und Entscheidung durch die Botschaft erfolgen. In der Regel muss mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Wochen gerechnet werden. Insbesondere dann, wenn Sie sich bereits früher einmal länger in Deutschland aufgehalten haben, kann sich die Bearbeitungszeit verlängern.

Rücksendung der Unterlagen

Die Botschaft arbeitete für die Rücksendung der Pässe mit dem Kurierdienstleister DHL zusammen, der seine Dienstleistungen in den Warteräumen der Botschaft anbietet.

Bitte kaufen Sie am Tag der Antragstellung dort einen vorbezahlten und voradressierten Umschlag und reichen diesen mit Ihrem Antrag am Schalter der Visastelle ein.

Sobald Ihr Visumsantrag abschließend bearbeitet ist, übergibt die Botschaft den Umschlag mit Ihrem Pass und ggf. weiteren Unterlagen an DHL zur Auslieferung. Über den Nachverfolgungscode, den Sie von DHL beim Kauf des Umschlags erhalten haben, können Sie jederzeit prüfen, ob die Botschaft den Umschlag bereits an DHL übergeben hat.

Bitte prüfen Sie nach Erhalt Ihres Passes sofort, ob alle Personen- und Reisedaten im Visum korrekt sind. Korrekturen sind in der Regel nur sofort möglich. Bei späteren Korrekturen kann gegebenenfalls eine erneute Gebühr anfallen. Bitte kontaktieren Sie die Botschaft in einem solchen Fall umgehend per Mail über visa@pris.diplo.de

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